Testspiel (21.10.2016)

 

SV Arminia Magdeburg – MTV Welsleben      1:3  (0:2)

 

Torfolge: 0:1 (6.), 0:2 (18.), 0:3 (32.), 1:3 Maik (51.)

 

Aufstellung: Klappi, Olaf, Jürgen, Motze, Thorsten, Klaus, Gordon, Jens, Heiko, Maik, Theo, Frank, Fred,

                      Herbert, Hardy

 

 

 


Trotz voller „Kapelle“ wurde es kein Marsch, sondern nur ein Volkslied

 

Keine Angst liebe Sportfreunde. Ihr seit schon auf der richtigen Seite. Die Überschrift ist ja auch bloß bildlich gemeint. Der Freitagabend hat mal wieder gezeigt, dass wir auch in Bestbesetzung kaum gegen die „Jugend“ bestehen können. Ich würde sagen, schieben wir die Niederlage auf das schmuddelige Herbstwetter, den dadurch  feuchten Rasen, wodurch der Ball sehr schnell wurde und das Flutlicht. Wenn ich noch etwas vergessen habe, bin ich für Anregungen sehr dankbar. Die können wir dann demnächst mal verwenden.

 

So aber nun zum Spiel. Wie oben schon angedeutet konnte unser Walter vom Spielermaterial ( was für ein Unwort. Ich sage mal, dass ist das Arminiaunwort des Jahres 2016) her, fast aus den vollen schöpfen. Dies gab ein wenig Anlass zur Hoffnung. Aber als ich aus der Kabine kam wurde sie schon fast zerstört. Fand ich doch im Kabinengang in regelmäßigen Abständen  kleine Haarbüschel. Erst konnte ich es nicht richtig deuten, aber dann viel es mir wie Schuppen von den Augen. Es erinnerte mich total an die Mauser von Jungvögeln. Waren da etwa in der Kabine so junge Spieler, dass sie noch von Flaumhaar bedeckt waren und kurz vor dem Eintritt ins Erwachsen werden standen. Ich bekam Angst. Aber als ich zur Tür kam, wo etwas mehr Licht auf den Boden fällt, beruhigte ich mich ein wenig. Es waren keine Haare die auf dem Boden lagen, sondern der Fußbodenbelag hatte eine entsprechende Maserung. Also konnte das mit den jungen Spielern ja auch nicht stimmen. Bloß gut, dass ich mich geirrt habe.

Von der ersten Minute an begann ein intensives, aber auch von beiden Seiten ein sehr fair geführtes Spiel. Dies möchte ich hier unbedingt mal erwähnen.

Welsleben setzte uns mit ihren schnellen Leuten sofort unter Druck. Schon in der 2. Minute kamen sie unserem Tor verdammt nah und eine Minute später konnte Klaus den Ball gerade noch von der Linie kratzen. Jetzt hatte der Wecker bei uns geklingelt. Wir kamen besser ins Spiel. Aber es passierten noch verdammt viele Stockfehler. Dies war aber dem Wetter geschuldet. Durch den feuchten Rasen wurde der Ball unheimlich schnell und man brauchte seine Zeit, bis man sich daran gewöhnt hatte. Aber unserem Gegner ging es genauso. Somit hatten zu Anfang beide Mannschaften mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen. In der 6.Minute war es dann soweit. Welsleben bekam in Höhe des Mittelkreises den Ball, Ruck- Zuck wurde er auf die linke Seite gespielt, wo der Ball von uns aus nicht energisch genug verteidigt wurde und aus halblinker Position wurde er unhaltbar aufs Tor gebracht -  0:1.

Vielleicht brauchten wir das Gegentor. Auf jeden Fall lief auch bei uns der Ball jetzt besser. Mit ein paar schönen Einzelaktionen näherten wir uns dem gegnerischen Tor an. Aber dabei blieb es im Moment auch. Es war irgendwie alles noch nicht zwingend genug. Wir mussten auch immer auf der Hut sein, denn jeder Fehlpass konnte von Welsleben bestraft werden. Einige schnelle Leute konnten von uns kaum verteidigt werden. Hier half nur ein cleveres Stellungsspiel, was unsere Abwehr auch ganz gut hinbekam, bloß eben nicht immer. In der 18. Minute stand es dann 0:2. Der Ball wurde durch den halben Strafraum gespielt und kein Mensch traf ihn. Ein Welsleber stand zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnte aus 5m einschieben. In der 27. Minute kam eine wunderschöne Flanke in den Strafraum von Welsleben genau auf den langen Pfosten. Aber leider stand dort bloß ich (169,5 cm). Ich sah den Ball auf mich zu kommen und ahnte schon was gleich passieren würde. Daher ließ ich ein Stoßgebet los und bat den lieben Gott, die Erdanziehung für einen kleinen Moment abzuschalten. Er tat es nicht. So fehlten mal wieder die berühmten 10 cm, um den Ball zu erreichen. Mit 0:2 ging es nun in die Halbzeit.

 

Dank Walters aufmunternde Worte, gingen wir voller Elan in die 2. Hälfte des Spiels. Die Körpersprache war auch ok, bis auf die altersbedingten Haltungsfehler die wir nun mal haben. Oder sagt man Bauch dazu. Ist eigentlich auch egal. Auf jeden Fall wollten wir uns nicht kampflos ergeben. Allerdings fing es wieder wie in der ersten Halbzeit an. Durch eine Einzelleistung (Schnelligkeit) ging Welsleben in der 32. Min. mit 3:0 in Führung. Das Tor war aber wie ein Signal für uns. Thorsten schaltete sich jetzt immer mehr in den Angriff mit ein. Wir spielten jetzt also „Alles oder Nichts“. Es sollte Wirkung zeigen. Wir tauchten mit gefälligem Passspiel immer öfter im gegnerischen Strafraum auf, aber der zwingende Abschluss kam noch nicht zu Stande. In der 42. Min. kamen wir durch Heiko zu einer Minichance. Leider verfehlte er knapp das Tor. In der 45. Min. sollte ich, laut Spielformular schon wieder in Erscheinung treten. Ist mir ja schon etwas peinlich, wenn man sich hier selber erwähnen soll, aber wenn es so auf dem Zettel steht, muss ich mich ja daran halten. In der Pause hatte ich noch einmal mit Thorsten das Abspringen zum Kopfball geübt, sprich mit einem Bein Abspringen und sanft wie eine Katze landen. In besagter 45. Minute kam der Ball im gegnerischen Strafraum hoch in meine Richtung. Jetzt wollte ich das Gelernte anwenden. Allerdings sah ich neben mir ein Kerl wie ein Baum. Sollte ich es wirklich wagen. Ich zitterte am ganzen Körper, schloss die Augen und sprang hoch. Ich merkte ein hartes Etwas in meinem Rücken und ein klatschen auf der Stirn. Meine Flugkurve ging steil nach unten und die Landung war nicht katzengleich, eher kam sie mir vor, als  wenn ein Elefant stürzt. Ich kullerte über den Rasen und konnte es nicht fassen. Ich hatte das Kopfballduell gewonnen und konnte den Ball in den Strafraum köpfen. Allerdings zu ungenau, so dass diese Chance leider nicht verwertet werden konnte.

Uns sollte aber noch der Anschlusstreffer gelingen. Maik bekam im Halbfeld den Ball und konnte an der Strafraumgrenze den Ball aufs Tor befördern, wo er unhaltbar zum 1:3 einschlug. Auch Thorsten sollte noch seine Torchance bekommen, scheiterte aber in der 58. Min. mit einem sehenswerten Fernschuss am  gegnerischen Torwart.

Kurz darauf kam der Schlusspfiff und es blieb beim 1:3 für Welsleben. 

 

 Fazit:

Eigentlich gut gespielt und doch verloren. Aber alte Männer sind nun mal kein D-Zug. Sprich unser heutiger Gegner war läuferisch einfach zu stark für uns (warum weiß ja jeder), so das sie sich zu viele Chancen erspielen konnten und eben auch 3mal verwandelten. Ein Lob noch an Klappi, der etliche Schüsse in super Manier halten konnte. Wollte aber heute mal nicht auf jede einzelne Situation  eingehen, dann hätte der Bericht 3 Seiten.

Auf jeden Fall kann man sagen, wieder hat jeder sein Bestes gegeben und wir haben uns unser isotonisches Getränk nach dem Spiel, alle verdient.

Also nächsten Freitag alles wieder auf Anfang und weiter geht’s.

 

 

Bis zum nächsten mal

 

Theo